5. Mai 2014

Zwei koedukative Klassen in Schlehdorfer Realschule

Mindestens 39 Mädchen und 25 Buben werden im Schuljahr 2014/2015 aufgenommen


64 Kinder, darunter 39 Mädchen und 25 Buben, werden im Schuljahr 2014/2015 sicher die fünften Klassen der kirchlichen Realschule St. Immaculata in Schlehdorf besuchen. Weitere 5 Mädchen und ein Bub sind für den Wechsel von der Mittelschule und für den Probeunterricht vorgemerkt, so dass mit maximal 70 Kindern gerechnet werden könnte, falls die notwendigen Ergebnisse hier noch erreicht werden. Das steht nach der Anmeldung am vergangenen Freitag, 2. Mai, fest. Damit können bereits im ersten Schuljahr nach der Entscheidung der Eltern, die Mädchenschule für Buben zu öffnen, zwei koedukative Klassen gebildet werden.

Das ist ein sehr erfreuliches Ergebnis. Von Seiten der Erzdiözese wurde dem Elternbeirat und allen anderen Eltern nochmals ein herzlicher Dank ausgesprochen, dass sie sich im vergangenen Herbst so intensiv mit der Frage auseinandergesetzt haben, ob die Mädchenrealschule für Buben geöffnet werden soll. Dies war keine leichte Entscheidung, das Anmeldeergebnis hat aber bestätigt, dass die Eltern hier eine gute, abgewogene und richtige Entscheidung getroffen haben.

Aus der Analyse der Anmeldezahlen geht hervor, dass bei den festen Anmeldungen sich genau 50 Mädchen angemeldet hatten. Ohne die Öffnung für die Buben wäre also die notwendige Anmeldezahl nur ganz knapp erreicht worden – mit der Öffnung für Buben kann die Schule nun wesentlich sicherer und gelassener in die Zukunft blicken. Die Verluste, die die Mädchenrealschule St. Immaculata durch die Öffnung der Murnauer Realschule für Mädchen erlitten hat, sind dadurch gut ausgeglichen worden und nun steht zu hoffen, dass diese gute Situation auch in den kommenden Jahren, wenn sich Auswirkungen des demographischen Wandels zeigen werden, Bestand haben wird.

Die Anmeldezahlen in diesem Jahr waren sogar so gut, dass einigen Anmeldungen leider abgesagt werden musste. Die Schulleitung hat jede einzelne dieser Entscheidungen sehr verantwortungsvoll abgewogen. Dabei hat die Schulleitung das Kriterium angewandt, das auf die Nachfrage, was in einer solchen Situation geschehen würde, im Oktober beim Elterninformationsabend und auch auf der Homepage www.info-realschule-schlehdorf.de mitgeteilt worden war: Die Schulleitung hat sich an der Entfernung der Wohnorte der Kinder von Schlehdorf orientiert.

Im Gespräch hat Herrn Ilitz auf Nachfrage dem Ordinariat versichert, dass diejenigen Kinder, denen von Schlehdorf aus abgesagt werden musste, alle die Möglichkeit haben, entweder eine staatliche oder eine andere kirchliche Schule zu besuchen. Da die Anmeldefristen an allen anderen Schulen erst am Montag nach dem Anmeldeschluss in Schlehdorf beginnen, ist diese Umorientierung auch noch möglich.

„Ich freue mich, dass so viele Kinder im kommenden Schuljahr die Schlehdorfer Realschule besuchen wollen und dass damit der Fortbestand der Schule weiter gesichert ist“, so Sandra Krump, Leiterin des Ressorts Bildung im Erzbischöflichen Ordinariat München: „Die Zahlen zeigen auch, dass die Entscheidung der Eltern, die Schule für Buben zu öffnen, richtig war. Erneut möchte ich den Eltern danken, die sich mit der Frage der Öffnung auseinandergesetzt und so Verantwortung für die Schule übernommen haben.“

24. Oktober 2013

Realschule Schlehdorf nimmt Buben auf

Die Realschule St. Immaculata der Erzdiözese München und Freising in Schlehdorf öffnet sich für Buben. Das haben die Eltern der Schülerinnen entschieden. In der Befragung sprachen sich die Eltern von 284 Schülerinnen dafür aus, auch Buben aufzunehmen, die Eltern von 77 Schülerinnen waren dafür, St. Immaculata als reine Mädchenschule zu erhalten. Abgegeben wurden 364 von 372 möglichen Stimmen, drei Stimmen waren ungültig. Mit dieser Beteiligung von fast 98 Prozent ist das zuvor vereinbarte Quorum von 40 Prozent weit überschritten und die Entscheidung der Eltern wird vom Erzbischöflichen Ordinariat umgesetzt.


Sandra Krump, Leiterin des Ressorts Bildung im Erzbischöflichen Ordinariat, würdigt die sehr hohe Beteiligung an der Umfrage: „Ich danke allen Eltern, die sich mit der Frage auseinandergesetzt haben, ob die Schule für Buben geöffnet werden soll, und so Verantwortung für die Schule übernommen haben.“ Alleinstellungsmerkmal von St. Immaculata sei nicht nur der Betrieb als reine Mädchenschule, sondern auch das pädagogische Konzept, das neben der Wissensvermittlung die christliche Werteerziehung und die Persönlichkeitsbildung in den Mittelpunkt stelle, sowie der katholische Träger, so Krump: „Deshalb bin ich zuversichtlich, dass weiterhin viele Mädchen aus der Region nach St. Immaculata kommen, und freue mich, dass nun auch die Buben die Möglichkeit haben, eine kirchliche Schule zu besuchen.“


Die Befragung der Eltern, ob künftig auch Buben in St. Immaculata aufgenommen werden sollen, war am  Runden Tisch im Februar 2013 von Seiten der Erzdiözese angekündigt worden. Im Zuge der Diskussionen um die Zukunft der Mädchenrealschule waren immer wieder Forderungen erhoben worden, die Schule solle auch Buben aufnehmen. Das Erzbischöfliche Ordinariat stand dieser Möglichkeit stets aufgeschlossen gegenüber. Fest stand jedoch immer, dass ohne eine breite Zustimmung der Eltern eine solche Veränderung in der pädagogischen Ausrichtung der Schule nicht vorgenommen werden kann. „In dieser nicht leichten Situation braucht die Schule die Sicherheit, dass sie in ihrer weiteren Entwicklung die volle Unterstützung der Eltern hat – deshalb die Befragung und deshalb die Zusage der Erzdiözese, die Ergebnisse als bindend anzusehen und umzusetzen“, so Krump.


Bereits zum Schuljahr 2014/2015 können Eltern ihre Söhne für die fünften Klassen in St. Immaculata anmelden. Schulleiter Manfred Ilitz wird dann abhängig von der Zahl der angemeldeten Buben entscheiden, ob diese gemeinsam eine Klasse besuchen oder auf die beiden Klassen aufgeteilt werden. Geplant ist auch, das Konzept der Schule weiterzuentwickeln und konkrete pädagogische Elemente in das Schulleben zu integrieren, die sowohl die besonderen Bedürfnisse von Buben als auch von Mädchen berücksichtigen.


Unabhängig vom Ausgang der Befragung gelten weiterhin die Kriterien für die probeweise Fortführung des Schulbetriebs, die im Frühjahr 2013 festgelegt wurden. Obwohl für den Betrieb der zweizügigen Realschule eigentlich mindestens 58 Schüler pro Jahrgang nötig wären, sichert das Erzbischöfliche Ordinariat die Fortführung auch bei mindestens 50 Schülern pro Jahrgang zu. Erst wenn in zwei aufeinander folgenden Jahren weniger als 50 Mädchen und Buben angemeldet würden, würde die Schule nach einer Übergangszeit von weiteren vier Jahren geschlossen. Möglich gemacht hatte die probeweise Fortführung der Schule, für die zunächst die Schließung geplant war, ein Vertrag zwischen Erzbischöflichem Ordinariat und Bayerischem Kultusministerium. Das Ordinariat kann seiner Verantwortung für die Lehrkräfte von St. Immaculata gerecht werden, indem es ihnen in den kommenden Jahren Arbeitsplätze an einer anderen kirchlichen Schule in der Region anbietet. Entscheidet sich eine Lehrkraft für einen Wechsel, stellt das Kultusministerium eine Lehrkraft für St. Immaculata zur Verfügung, die deren Aufgaben übernimmt, so dass der Schulbetrieb nicht gefährdet ist. (gob)

 

 

9. Oktober 2013

Elternbefragung vom 21. bis 23. Oktober 2013

Die Elternbefragung zur Entscheidung, ob die Mädchenrealschule St. Immaculata weiterhin als Mädchenrealschule geführt wird oder ab dem Schuljahr 2014/15 Buben aufnimmt, findet vom 21. bis 23. Oktober 2013 statt. Die Erzdiözese München und Freising verpflichtet sich, das Ergebnis dieser Befragung als für sich bindend anzusehen und umzusetzen.

Voraussetzung ist ein Rücklauf von mindestens 40 Prozent gültig ausgefüllter Wahlzettel. Bei geringerem Rücklauf bleibt St. Immaculata Mädchenrealschule. Das Konzept, das die meisten Stimmen erhält, wird mit dem Schuljahr 2014/15 umgesetzt.

Befragt werden alle Eltern der jetzt die Schule besuchenden Schülerinnen. Wer zwei oder mehr Kinder an der Schule hat, erhält für jedes Kind eine Stimme.

Wenn Sie nicht an der Befragung teilnehmen wollen, geben Sie bitte einfach keinen Wahlzettel ab.

Die Verteilung der Wahlunterlagen erfolgt am 21. Oktober durch die jeweilige Klassleitung, die Rückgabe der ausgefüllten Wahlzettel bis zum 23. Oktober im verschlossenen Umschlag wieder an die Klassleiter.

Die Elternbefragung wird nicht wiederholt. Es ist der Erzdiözese als Schulträgerin wichtig, die Eltern in die anstehende Entscheidung maßgeblich einzubinden.

Falls es zur Entscheidung einer Aufnahme von Buben kommt, werden diese bei der Aufnahme völlig gleichrangig behandelt. Für die Aufnahmeentscheidungen wie auch für die Klassenbildung ist nach wie vor der Schulleiter alleine verantwortlich. Ob es bei einer Aufnahme von Buben eine oder zwei gemischte Eingangsklassen geben wird, hängt vor allem von den Anmeldezahlen ab. Auch über das Zustandekommen bestimmter Ausbildungsrichtungen wird erst das zukünftige Wahlverhalten entscheiden.

 

Den Elternbrief zur Elternbefragung können Sie als PDF herunterladen!